Marielle Westers - Schwerpunkte

Bobath

 

Das Bobath Konzept beruht auf der Annahme der "Umorganisationsfähigkeit" (Plastizität) des Gehirns, das heißt, dass gesunde Hirnregionen Aufgaben, die zuvor von den erkrankten Regionen ausgeführt wurden, neu lernen und übernehmen können. Voraussetzung dafür ist jedoch eine konsequente Förderung und Stimulation des Patienten von Seiten aller betreuenden Personen.
Mit dem Bobath Konzept können die Symptome von neurologischen Erkrankungen, d. h. Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks mit Auswirkungen des Nerv-Muskelsystems behandelt werden. Die bekanntesten dieser Erkrankungen sind:

  • Schlaganfall (zerebrovaskulärer Insult)
  • Schädel-Hirn-Verletzungen, oft durch Unfälle verursacht
  • Rückenmarksverletzungen, gleichfalls häufig Unfallfolgen
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson


All diesen Erkrankungen ist gemeinsam, dass neben Störungen des Fühlens (Sensibilitätsstörungen) und Veränderungen der Muskelkontrolle und der Muskelspannung (Muskel- oder Haltungstonus) auch Schwierigkeiten mit der Koordination von Bewegungen und dem Gleichgewicht entstehen.

Im Bobath Konzept werden die Ressourcen, d. h. die nach der Erkrankung verbliebenen Fähigkeiten der betroffenen Person und ihr Potential, beurteilt. Die Fragestellungen sind: was KANN die Person, was ist ihr verblieben? Welche Alltagsaktivitäten KANN sie mit wenig Hilfe durchführen? Natürlich muss auch eruiert werden, was sie NICHT kann, bei welchen Aktivitäten und Bewegungen sie auf Hilfe angewiesen ist und wie diese Hilfe aussehen sollte.
Es wird analysiert, welche Strukturen und Systeme des Zentralen Nervensystems betroffen sind, welche nur teilweise funktionieren, welche angemessen oder sogar übermäßig kompensieren.
Gemeinsam mit den Betroffenen werden Behandlungsziele festgelegt, was nach Ermessen der Therapeutin in einem kurzen Zeitraum erreicht werden soll und kann, was in einem längeren Zeitraum.

Quelle: www.deutsche-therapeutenauskunft.de

Schwerpunkt Neurologie
Schwerpunkt Orthopädie